Unternehmen verkaufen
Unternehmen verkaufen
Es gibt vier Wege, ein Unternehmen zu verkaufen: über einen M&A-Berater oder Makler, über eine Nachfolgebörse, direkt an einen Käufer, der von sich aus kauft – oder gar nicht, also als Betriebsaufgabe. Welcher passt, entscheidet vor allem die Größe. Bei einem Betrieb mit 3 bis 50 Mitarbeitern frisst das Honorar eines Beraters oft einen erheblichen Teil des Erlöses, während der Direktverkauf ohne Provision auskommt und in Wochen statt Jahren abgeschlossen ist.
Diese Seite vergleicht die vier Wege ehrlich – auch die, bei denen wir nichts verdienen. Wir sind Julian und Lukas Hecht und kaufen selbst. Trotzdem ist ein Berater in manchen Fällen der bessere Weg, und wir sagen Ihnen, in welchen.
Die vier Wege im Vergleich
Der wichtigste Satz vorweg: Der langsame Teil eines Unternehmensverkaufs ist nie die Abwicklung, sondern die Suche nach dem Käufer. Alles, was die vier Wege unterscheidet, hängt an dieser einen Frage – wer sucht, und wie lange dauert das.
| Weg | Was er kostet | Wie lange | Passt bei |
|---|---|---|---|
| M&A-Berater oder Unternehmensmakler Sucht, prüft und verhandelt für Sie |
Erfolgshonorar im mittleren einstelligen Prozentbereich, oft zusätzlich ein monatliches Grundhonorar und ein Mindesthonorar | meist über ein Jahr | größeren Betrieben, bei denen das Honorar im Verhältnis zum Kaufpreis klein bleibt |
| Nachfolgebörse nexxt-change, Kammerbörsen, Verbandslisten |
Inserat kostenlos; Ihre eigene Zeit für Anfragen und Verhandlung | offen, oft sehr lang | allen, als Ergänzung – kostet nichts außer Aufwand |
| Direktverkauf an einen Käufer Der Käufer steht schon fest, es sucht niemand mehr |
keine Provision; Steuerberater und Vertragsanwalt bleiben | Wochen bis wenige Monate | kleinen und mittleren Betrieben, besonders bei Zeitdruck oder Vertraulichkeit |
| Betriebsaufgabe Kein Verkauf, sondern Abwicklung |
Rückbau, Entsorgung, Abfindungen – und Steuer auf stille Reserven ohne Erlös | Monate | fast niemandem, solange ein Verkauf noch möglich ist |
Warum die Betriebsaufgabe fast immer die teuerste Variante ist, haben wir einmal durchgerechnet.
Ab welcher Größe lohnt ein Berater?
Das ist die Frage, die im Netz am seltensten ehrlich beantwortet wird – meistens von Leuten, die davon leben.
Ein Erfolgshonorar wirkt harmlos, solange man es in Prozent liest. In Euro sieht es anders aus, und zwar besonders bei kleinen Kaufpreisen: Weil fast alle Berater ein Mindesthonorar ansetzen, das unabhängig vom Kaufpreis anfällt, steigt die effektive Belastung, je kleiner der Betrieb ist. Bei einem Verkaufserlös im niedrigen sechsstelligen Bereich kann das Mindesthonorar ohne Weiteres ein Fünftel oder mehr ausmachen.
Dazu kommt der zweite Punkt, über den kaum jemand spricht: Ein Berater verkauft, was verkäuflich ist. Für einen Betrieb, der stark am Inhaber hängt, dessen Fuhrpark alt ist oder dessen Kundschaft an drei Namen hängt, findet auch ein guter Berater über Monate niemanden – und Sie zahlen das Grundhonorar trotzdem weiter.
- Berater lohnt eher
- bei zweistelligem Millionenumsatz, bei mehreren Bietern, bei komplexen Gesellschafterstrukturen oder wenn Sie den Verkaufsprozess vollständig aus der Hand geben wollen und können.
- Berater lohnt eher nicht
- bei einem Betrieb mit einer Handvoll Leuten, bei dem der Wert vor allem in Grundstück, Genehmigungen und Stammkundschaft steckt. Dort ist das Honorar im Verhältnis zu groß und der Käuferkreis ohnehin klein und bekannt.
Es gibt einen dritten Weg, der nichts kostet und den viele übersehen: die kostenlose Nachfolgeberatung der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern. Die vermitteln keine Käufer, aber sie ordnen Ihre Lage, prüfen Ihre Unterlagen und sagen Ihnen, wo Sie stehen – ohne Eigeninteresse am Abschluss. Bevor Sie irgendetwas unterschreiben, ist das ein sinnvoller erster Termin.
Die Reihenfolge, die Fehler vermeidet
Fast alle teuren Fehler beim Unternehmensverkauf entstehen dadurch, dass jemand Schritt vier vor Schritt zwei macht – zum Beispiel über Zahlen verhandelt, bevor die Steuerfrage geklärt ist.
- Verkäuflichkeit klären. Hängt der Betrieb an Ihnen persönlich? Wie alt sind Fuhrpark und Anlagen? Wie verteilt sich der Umsatz auf die Kunden? Sind Genehmigungen übertragbar? Der Verkäuflichkeits-Check dauert zwei Minuten.
- Größenordnung des Werts bestimmen. Nicht auf den Euro, sondern als Spanne – damit Sie ein Angebot einordnen können. Die drei Bewertungsverfahren mit Rechenbeispiel.
- Steuerlage mit dem Steuerberater klären. Bevor Sie über Preise reden, nicht danach. Freibetrag, ermäßigter Steuersatz, Immobilie im Betriebsvermögen, Ratenzahlung – das entscheidet oft mehr über Ihr Nettoergebnis als die letzten Verhandlungsprozente. Was steuerlich anfällt.
- Unterlagen zusammentragen. Drei Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Anlagenverzeichnis, Miet- und Leasingverträge, Genehmigungen, Personalliste. Das ist der Schritt, der in der Praxis am längsten dauert.
- Käufer ansprechen – vertraulich. Erst Verschwiegenheitserklärung, dann Details. Wer zuerst Details nennt und dann an Vertraulichkeit denkt, hat sie schon verloren.
- Verhandeln, prüfen lassen, übergeben. Den Vertrag liest ein Anwalt, nicht Sie allein. So läuft eine Übergabe bei uns ab.
Wo wir passen – und wo nicht
Wir sind zwei Brüder aus Berlin und kaufen Betriebe, für die sich kein Nachfolger findet. Wir führen sie weiter, mit der vorhandenen Belegschaft und am bestehenden Standort. Kein Makler, kein Fonds, keine Provision für Sie.
Damit Sie nicht raten müssen, ob ein Anruf Sinn ergibt:
- ✓3 bis 50 Mitarbeiter in Berlin oder Brandenburg – Handwerk, Entsorgung, Recycling, Produktion.
- ✓Betriebe mit Substanz: eigene Fläche, Halle, Fuhrpark, Genehmigungen, feste Stammkundschaft.
- ✓Auch schwierige Lagen: Krankheit, Erbfall, ein Betrieb, der seit Jahren keinen Nachfolger findet. Für Erben steht das hier.
- !Ab etwa fünfzig Mitarbeitern sind wir nicht die richtigen Käufer – da beginnt ein anderer Markt mit anderen Käufern.
- !Reine Beratungs-, Software- oder Handelsunternehmen ohne eigene Wertschöpfung passen nicht zu dem, was wir können.
- !Außerhalb von Berlin und Brandenburg kaufen wir nicht. Weiterführen heißt bei uns hinfahren.
Wenn Sie nicht ins Raster passen, sagen wir das im ersten Telefonat und nennen Ihnen, soweit wir können, die passendere Richtung. Das kostet uns zehn Minuten und Ihnen keinen verlorenen Monat.
Häufige Fragen zum Unternehmensverkauf
Wie verkaufe ich mein Unternehmen?
Es gibt vier Wege, und welcher passt, hängt vor allem an der Größe. Ein M&A-Berater oder Unternehmensmakler sucht für Sie und verhandelt, kostet aber ein Erfolgshonorar und oft ein laufendes Grundhonorar – das rechnet sich meist erst ab einer gewissen Betriebsgröße. Eine Nachfolgebörse wie nexxt-change ist kostenlos, verlangt aber, dass Sie Anfragen selbst prüfen und selbst verhandeln. Der Direktverkauf an einen Käufer, der von sich aus kauft, spart Provision und Zeit, setzt aber voraus, dass Sie den richtigen finden. Und die Betriebsaufgabe ist der vierte Weg – der, bei dem am wenigsten übrig bleibt. Bei einem Betrieb mit 3 bis 50 Mitarbeitern sind in der Praxis Weg zwei und drei die realistischen.
Was kostet es, ein Unternehmen zu verkaufen?
Beim Verkauf über einen Berater fällt üblicherweise ein Erfolgshonorar im mittleren einstelligen Prozentbereich des Kaufpreises an, häufig kombiniert mit einem monatlichen Grundhonorar und einem Mindesthonorar. Bei kleinen Betrieben kann dieses Mindesthonorar einen erheblichen Teil des Erlöses ausmachen – deshalb lohnt sich der Weg dort oft nicht. Unabhängig vom Weg entstehen weitere Kosten: Steuerberater für die Aufbereitung der Zahlen, gegebenenfalls Notar, gegebenenfalls Anwalt für den Vertrag. Beim Direktverkauf an uns zahlen Sie keine Provision, weil kein Vermittler dazwischensteht.
Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf?
Über Berater oder Börse rechnet man in der Regel in Jahren, nicht in Monaten – die Suche nach einem passenden Käufer ist der langsame Teil, nicht die Abwicklung. Steht der Käufer dagegen schon fest, wird daraus eine Frage von Wochen: Prüfung der Unterlagen, Kaufvertrag, Übergabe. Bei uns liegen zwischen dem ersten Telefonat und dem unterschriebenen Vertrag typischerweise sechs bis zwölf Wochen, und die längste Etappe ist meist nicht unsere Prüfung, sondern die Beschaffung von Unterlagen, die niemand mehr zur Hand hat.
Kann ich meine Firma ohne Makler verkaufen?
Ja, und bei kleinen Betrieben ist das eher die Regel als die Ausnahme. Ein Makler leistet zwei Dinge: Er findet Käufer, und er führt die Verhandlung. Das erste können Sie über eine kostenlose Nachfolgebörse oder über Ihr eigenes Netz auch selbst – Lieferanten, Wettbewerber, Kammern und Verbände wissen oft, wer sucht. Das zweite ersetzen Sie durch Ihren Steuerberater und einen Anwalt für den Vertrag, und die kosten zusammen deutlich weniger als eine Provision. Wichtig ist nur, dass Sie nicht ohne Beratung unterschreiben – sparen sollten Sie am Vermittler, nicht am Vertrag.
Was ist mein Unternehmen wert?
Ein kleiner Handwerks-, Entsorgungs- oder Produktionsbetrieb wird in Deutschland fast immer über den Ertragswert bewertet: bereinigtes Betriebsergebnis mal einem Faktor zwischen zwei und sechs, zuzüglich Grundstück und Immobilie, abzüglich Schulden. Den Faktor bestimmen vier Dinge: wie stark der Betrieb am Inhaber hängt, wie breit die Kundschaft verteilt ist, ob Genehmigungen und Fläche vorhanden sind und wie alt Fuhrpark und Anlagen sind. Auf unserer Seite zur Unternehmensbewertung stehen die drei üblichen Verfahren und ein durchgerechnetes Beispiel.
Für welche Unternehmen sind Sie nicht die richtigen Käufer?
Für alles ab etwa fünfzig Mitarbeitern, für reine Beratungs- und Softwareunternehmen, für Handel ohne eigene Wertschöpfung und für Betriebe außerhalb von Berlin und Brandenburg. In diesen Fällen sagen wir es Ihnen im ersten Telefonat und nennen Ihnen, soweit wir können, die passendere Richtung. Ein Gespräch, das mit einer ehrlichen Absage endet, ist uns lieber als ein Verfahren, das nach drei Monaten daran scheitert.
Muss ich meinen Mitarbeitern sagen, dass ich verkaufen will?
Nicht während der Anbahnung. Verpflichtend wird es erst, wenn ein Betriebsübergang tatsächlich ansteht: Dann müssen die betroffenen Beschäftigten vor dem Übergang in Textform über Zeitpunkt, Grund und Folgen unterrichtet werden. Ab dem Zugang dieser Unterrichtung läuft die Widerspruchsfrist von einem Monat – und sie läuft nur, wenn die Unterrichtung vollständig ist. Vorher gilt: Wir unterschreiben auf Wunsch eine Verschwiegenheitserklärung, bevor Sie uns das erste Detail nennen.
Rufen Sie an, bevor Sie sich festlegen
Ein Telefonat verpflichtet zu nichts. Sie erfahren in zehn Minuten, ob ein Verkauf an uns für Sie überhaupt in Frage kommt – und wenn nicht, welcher Weg besser passt. Sie sprechen mit Julian oder Lukas, nicht mit einer Zentrale.
030 5858167 31 anrufen