Fliesenleger
Fliesenlegerbetrieb verkaufen
Wir kaufen Fliesenlegerbetriebe mit 3 bis 50 Mitarbeitern in Berlin und Brandenburg und führen sie unter ihrem Namen weiter. Bei diesem Gewerk entscheidet ein Punkt über alles andere: Seit 2020 ist das Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk wieder zulassungspflichtig. Wer den Betrieb fortführen soll, muss die Voraussetzungen für die Eintragung erfüllen – sonst endet die Fortführung, egal wie voll das Auftragsbuch ist.
Deshalb ist diese Seite kürzer bei den Zahlen und ausführlicher bei der Meisterfrage. Sie ist der Punkt, an dem Übergaben in diesem Gewerk scheitern.
Die Rückkehr in die Anlage A – und was sie für Ihre Nachfolge bedeutet
Zwischen 2004 und 2020 konnte im Fliesenlegerhandwerk praktisch jeder einen Betrieb gründen. Seit der Novelle der Handwerksordnung im Jahr 2020 gehört das Gewerk wieder zu den zulassungspflichtigen. Bestehende Betriebe genießen Bestandsschutz – aber Bestandsschutz ist personengebunden und hilft dem Nachfolger nicht.
Für Sie heißt das konkret: Bevor über den Kaufpreis gesprochen wird, muss geklärt sein, wer den Betrieb künftig in der Handwerksrolle trägt. Es gibt drei übliche Wege:
- Angestellter Betriebsleiter. Eine Person mit der nötigen Qualifikation wird als Betriebsleiter eingetragen. Das ist der häufigste Weg und meist der schnellste.
- Ein Geselle aus dem Betrieb macht den Meister. Der sauberste Weg, wenn jemand da ist, der will – aber er braucht Vorlauf von ein bis zwei Jahren.
- Übergangszeit mit Ihnen. Sie bleiben für eine vereinbarte Zeit eingetragen und übergeben in dieser Phase. Das setzt voraus, dass Sie das wollen und können.
Welcher Weg möglich ist, hängt vom Einzelfall ab und wird mit der Handwerkskammer geklärt. Wir sagen Ihnen im ersten Gespräch, wie wir das in vergleichbaren Fällen gelöst haben – die verbindliche Auskunft kommt von der Kammer.
Was Ihren Betrieb bei der Bewertung stark macht
Weil bei Fliesenlegern wenig Substanz im Anlagevermögen steckt, entscheidet fast alles über den Ertragswert – und damit über den Faktor. Diese vier Dinge heben ihn:
- ✓Der Betrieb läuft ohne Sie. Wenn Aufmaß, Kalkulation und Kundenkontakt an Ihnen allein hängen, ist das der größte Abschlag. Ein Vorarbeiter, der eigenständig aufmisst, ist bares Geld wert.
- ✓Wiederkehrende Auftraggeber. Bauträger, Wohnungsgesellschaften und Sanierer, die regelmäßig kommen, sind mehr wert als ein voller Kalender aus Einzelaufträgen.
- ✓Eigene Fläche. Werkstatt, Lager oder Ausstellung im Eigentum gehen als Sachwert zusätzlich in die Bewertung ein – oder Sie behalten sie und vermieten an uns.
- ✓Junge Leute im Team. Ein Altersaufbau, bei dem nicht alle gleichzeitig aufhören, ist in diesem Gewerk selten und entsprechend wertvoll.
Häufige Fragen von Fliesenlegern
Was ist ein Fliesenlegerbetrieb wert?
Fliesenlegerbetriebe haben wenig Anlagevermögen – ein paar Fahrzeuge, Schneidtechnik, Werkzeug, selten eine eigene Halle. Der Wert steckt fast vollständig im laufenden Geschäft: in den Auftraggebern, im Ruf und in den Leuten, die die Arbeit können. Bewertet wird deshalb über den Ertragswert, also das bereinigte Betriebsergebnis mal einem Faktor. Weil die Substanz fehlt, fällt dieser Faktor stärker ins Gewicht als bei einem Betrieb mit Halle und Fuhrpark – und er hängt vor allem daran, wie sehr der Betrieb an Ihnen persönlich hängt.
Ist Fliesenleger ein zulassungspflichtiges Handwerk?
Ja, wieder. Das Gewerk der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger war von 2004 an zulassungsfrei und wurde 2020 zusammen mit elf weiteren Gewerken in die Anlage A der Handwerksordnung zurückgeführt. Für bestehende Betriebe gibt es Bestandsschutz, aber für die Nachfolge ist der Punkt entscheidend: Wer den Betrieb fortführen soll, muss die Voraussetzungen für die Eintragung erfüllen – über einen Meisterbrief, eine Ausnahmebewilligung oder einen angestellten Betriebsleiter.
Ich bin der einzige Meister im Betrieb. Was heißt das für den Verkauf?
Dass die Meisterfrage vor allen anderen Fragen geklärt werden muss. Wenn Sie gehen und niemand mit der nötigen Qualifikation bleibt, kann der Betrieb nicht einfach weiterlaufen – unabhängig davon, wie gut die Auftragslage ist. Die üblichen Lösungen sind ein angestellter Betriebsleiter, ein Geselle im Betrieb, der die Meisterprüfung ablegt, oder eine Übergangszeit, in der Sie noch eingetragen bleiben. Das ist lösbar, aber es braucht Vorlauf – und deshalb sollten Sie früh anrufen und nicht erst, wenn das Datum feststeht.
Was passiert mit meinen Stammkunden?
Bei Fliesenlegern ist die Kundenbindung oft besonders persönlich – Bauträger, Architekten und Privatkunden buchen Sie, nicht die Firma. Genau deshalb ist die Übergabe hier wichtiger als anderswo: Wir stellen uns gemeinsam vor, Sie bleiben so lange erreichbar, wie Sie es für richtig halten, und der Betriebsname bleibt. Ein Fliesenlegerbetrieb, dessen Kunden nach dem Verkauf nicht wissen, wer jetzt kommt, verliert innerhalb eines Jahres seine Basis.
Übernehmen Sie auch einen Betrieb mit nur drei oder vier Mitarbeitern?
Ja. Bei uns beginnt die Spanne bei drei Mitarbeitern. Ein eingespieltes Team von vier Leuten mit festen Auftraggebern ist für uns ein sinnvoller Betrieb – bei Beratern und Maklern fällt eine solche Größe meist durchs Raster, weil das Honorar sich nicht rechnet.
Wie läuft das ab, wenn ich anrufe?
Ein Telefonat von zehn Minuten. Wir fragen nach Mitarbeiterzahl, Auftraggebern, Meistersituation und danach, ob Ihnen Werkstatt oder Lager gehören. Danach sagen wir Ihnen, ob wir die richtigen Käufer sind. Wenn ja, kommen wir vorbei – außerhalb der Geschäftszeiten, wenn Sie es so wollen.
Die Meisterfrage klären wir zuerst
Rufen Sie an, bevor Sie einen Termin für Ihr Aufhören festlegen. Je früher die Nachfolge in der Handwerksrolle geklärt ist, desto mehr Wege stehen offen.
030 5858167 31 anrufen